Grüner Gockel

von Pfarramt Gauting

Grüner Gockel für die Christuskirche

 

Natürlich kennt jeder den Hahn zwischen den beiden Türmen unserer Christuskirche. Der zeigt nicht nur die Windrichtung an, sondern erinnert auch an Petrus, der Jesus dreimal verleugnet hat. Dann hat der Hahn gekräht! Auch wir sind keine Glaubenshelden! Aber mit dem Grünen Gockel hat es etwas anderes auf sich. Er soll krähen, dass wir merken, wenn wir Gottes Schöpfung missachten, vernichten, zerstören oder über Maß ausbeuten. Der Grüne Gockel soll nicht unseren Kirchenhahn ersetzen, sondern an unserem Tun und Handel in der Kirchengemeinde spürbar sein.

Es gilt, permanent wachsam zu sein für die Umwelt und die Bewahrung der Schöpfung. Umweltmanagement ist ein Weg, dies konsequent umzusetzen. Die Landessynode hat schon im April 2009 empfohlen, Umweltmanagementsysteme wie den „Grünen Gockel“ möglichst flächendeckend in den Kirchengemeinden oder anderen kirchlichen Einrichtungen einzuführen.

In einem strukturierten Prozess kontrolliert das Umweltteam der Kirchengemeinde regelmäßig die wichtigsten Umwelt- und Klimadaten und erarbeitet Verbesserungsvorschläge für die Umweltbilanz .

Der „Grüne Gockel“ hilft damit Kirchengemeinden, Einsparpotentiale zu erkennen, Verhaltensänderungen zu ermöglichen und sinnvolle Investitionen in Innovationen zu planen. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass der Ressourcenverbrauch ohne große Investitionen um 10 bis 20 % gesenkt werden kann.

Am Ende dieses Prozesses steht die Verleihung des kirchlichen Umweltzertifikates „Grüner Gockel“, das dem Standard des europäischen Öko-Audits EMAS entspricht.

 

Der Kirchenvorstand hat sich mit diesem Thema beschäftig und schließlich beschlossen, das Umweltmanagementsystem „Grüner Gockel“  in unserer Kirchengemeine einzuführen.

 

Das ist aber nur der erste Schritt! Viele müssen und sollen nun folgen. So wird es weitergehen:

 

Jetzt ist unsere Aufgabe, einen Umweltbeauftragten für unsere Kirchengemeinde zu benennen. Sie oder er wird dann, mithilfe eines Umweltteams aus der Kirchengemeinde und eines externen Umweltauditors, alle weiteren Schritte in Absprache mit dem Kirchenvorstand koordinieren und voranbringen.

 

Wir brauchen also ihre Hilfe bei dieser großen Aufgabe! Einsatz für die Umwelt ist ein Thema, das vielen am Herzen liegt, auch wenn sie bisher noch nicht so sehr im Leben der Kirchengemeinde involviert waren. Daher würden wir uns auch freuen, für dieses Projekt Mitstreiter und Mitstreiterinnen zu gewinnen, die wir bisher noch gar nicht kennen, die aber Lust haben ihr persönliches Interesse und Kompetenz hinsichtlich der Umweltarbeit im Rahmen unserer Kirchengemeinde einzubringen. Je schneller das Umweltteam gebildet ist, umso schneller können wir mit den nächsten Schritten beginnen.

Bitte unterstützen Sie uns bei unserem Vorhaben! Melden Sie sich im Pfarramt oder sprechen Sie mit Kirchenvorsteherinnen oder Kirchenvorstehern, fragen Sie Menschen, die Sie kennen und vielleicht die Richtigen für diese Aufgabe wären! 

Nähere Informationen bekommen Sie gerne über Pfarrer Firnschild-Steuer.

Artikel im Starnberger Merkur vom 12. April 2018

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